Call a tram…

Nachdem im Rahmer der laufen­den Resau­rie­rung der Tele­fon­zelle am Muse­ums­bahn­hof Schön­ber­ger Strand jetzt auch (wieder?) eine Beleuch­tung in der histo­ri­schen Tele­fon­zelle instal­liert wurde können wir im Spät­ver­kehr den Service “Call a tram” spielen…

Die Stra­ßen­bahn wird gerufen…
… und schon ist sie da.
Auch der bestellte Anschluss nach Hamburg-Schnel­sen klappt einwand­frei.

Leider ist es bislang nur ein Spiel am Schön­ber­ger Strand. Auf die Wieder­ein­füh­rung der Stra­ßen­bahn in Kiel muss noch viele Jahre gewar­tet werden und in Hamburg ist sie noch nicht abseh­bar.

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Herbst Jugendtage am Museumsbahnhof Schönberger Strand

In den Herbst­fe­rien veran­stal­tete der Muse­ums­bahn­hof Schön­ber­ger Strand zum siebten Mal die Jugend­tage. Dieses Mal kam einige “alte Hasen” zusam­men, die schon zwei bis fünfmal teil­ge­nom­men hatte. Zwei Aktive und ein Vater haben die Gruppe durch­ge­hend betreut. Für einzelne Tage kamen auch weitere Vater und Söhne dazu.

Zum Warm­lau­fen haben wir erst einmal gründ­lich die Schie­nen der Stra­ßen­bahn­an­lage gerei­nigt. Dabei wurde deut­lich, dass so etwas nicht mal eben erle­digt werden kann. Wir waren zu sechst zwei Stunden beschäf­tigt. Zur Beloh­nung gab es dann am Nach­mit­tag eine Fahrt mit der Hand­he­bel­d­rai­sine bis zur Trapez­ta­fel des Bahn­hofs Schön­berg (Holst.). Dabei konnte auch gleich gelernt werden wie so eine Fahrt betrieb­lich korrekt abge­wi­ckelt werden muß. Das letzte Stück bis zum Schön­ber­ger Fahr­zeug­schup­pen gingen wir dann zu Fuß und wurden dort vom Wagen-Betreuer der Muse­ums­bahn empfan­den, der seine momen­tane Arbeit an der Haupt­un­ter­su­chung des Perso­nen­wa­gens 1082 erläu­terte und auch die dort abge­stell­ten Loko­mo­ti­ven erklärte. Auf dem Rückweg haben wir dann von der auf dem Hinweg geleis­te­ten Arbeit profi­tiert…

Auf dem Rückweg von Schön­berg fährt die Drai­sine fast von alleine… Video von Bernd Fetsch

Am zweiten Tag sind wir dann in die Detail­ar­beit einge­stie­gen. Plan war es den vorhan­de­nen Kopf eines Hambur­ger V6-Stra­ßen­bahn­wa­gens zu einem einfa­chen Simu­la­tor aufzu­rüs­ten mit dem Kinder einen Film einer Rund­fahrt aus Fahrer­sicht mit der Fahr­kur­bel schnel­ler und lang­sa­mer bis zum Still­stand ablau­fen lassen können. Dazu wurde der Führer­stand erst einmal gründ­lich mecha­nisch und elek­trisch über­ar­bei­tet.
Der zuge­hö­rige Film wurde auf einer gemein­sa­men Fahrt mit unserem Hambur­ger V3 Trieb­wa­gen aus Fahrer­sicht aufge­nom­men und von dem zwöf­jäh­ri­gen Program­mie­rer so bear­bei­tet, das er mit der Maus in sechs Stufen von Still­stand bis schnel­ler Fahrt gesteu­ert werden kann.
In einer späte­ren Aktion soll unter Verwen­dung eines Raspberry Compu­ters der Film vom Fahr­schal­ter steu­er­bar sein und ein schon vorhan­de­ner Monitor instal­liert werden.

Auch ein Vater hilft bei der Reno­vie­rung des Führer­stan­des.
Stolz lässt sich die Arbeits­gruppe vor dem Fahr­stand von einer Lokal­jour­na­lis­tin photo­gra­phie­ren.
Photo: Fred Wolf

Im weite­ren haben wir uns mit den Grund­la­gen und der Histo­rie der Elek­tro­tech­nik beschäf­tigt. Hilf­reich war dabei auch die Ausstel­lung “125 Jahre Elek­tro­mo­bi­li­tät im Nahver­kehr” in unserem Hambur­ger Beiwa­gen V7BE auf dem Bahn­hofs­vor­platz.
Wir haben dann gelernt, dass ein Reihen­schluß­mo­tor am besten für Stra­ßen­bah­nen geeig­net war, konnten uns den Kollek­tor eines frisch revi­dier­ten Stra­ßen­bahn-Reihen­schluß­mo­tors anschauen und schließ­lich einen Reihen­schluss­mo­tor im Modell selber bauen und in Betrieb nehmen.

Kollek­tor eines frisch revi­dier­ten Stra­ßen­bahn­mo­tors unseres Hambur­ger V2 Wagens 3006.
Ein Funk­ti­ons­mo­dell eines Gleich­strom Reihen­schluss­mo­tors wird gebaut und in Betrieb genom­men.

Höhe­punkt des “Elek­tro­mo­bil­täts­kur­ses” war dann die Inbe­trieb­nahme eines wassers­stoff­be­trie­be­nen Modell­au­tos. Zuerst wurde mit einem Solar­pa­nel bzw. einem Gleich­strom­netz­ge­rät Wasser­stoff erzeugt, der dann über eine Brenn­stoff­zelle das Modell­auto bewegt hat.

Wasser­stoff­er­zeu­gung mit einem Solar­pa­nel. Da das Sonnen­licht bei trüben Wetter im Herbst zu schwach war wurde noch ein Gleich­strom­netz­ge­rät zur Hilfe genom­men.
Wir lassen ein Elek­tro­mo­dell­auto mit dem selbst­er­zeug­ten Wasser­stoff mit Hilfe einer Brenn­stoff­zelle selber fahren.

Der regel­mä­ßige Blick über den Zaun­pfahl durfte nicht fehlen: Auf Einla­dung der Jugend­gruppe der Freunde der Bremer Stra­ßen­bahn, die uns in diesem Sommer besucht hatte, besuch­ten wir zusam­men mit einigen Aktiven das Bremer Stra­ßen­bahn­mu­seum im Depot Sebalds­brück mit seiner umfang­rei­chen Samm­lung von Fahr­zeu­gen und Ausstel­lungs­stü­cken. Damit gingen die dies­jäh­ri­gen Jugend­tage zuende und wir freuen uns schon auf nächs­tes Jahr (12.–16.(17.) Oktober).

Im Bremer Stra­ßen­bahn­mu­seum konnten wir die Vorteile einer Arbeits­grube erleben, die uns noch fehlt.
Eine Fahrt auf Bremer Gleisen mit einem histo­ri­schen Trieb­wa­gen war einer der Höhe­punkte der Exkur­sion. Photo: Tanja Krug
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Kiel/Lübecker 195/249 fährt wieder mit eigener Kraft

Anfang August wurde die Fahr­lei­tung unter dem Tram­port mit dem neuen Turm­wa­gen voll­endet. Dadurch konnte dann der Kiel/Lübecker Trieb­wa­gen 195/249, der wieder einen Strom­ab­neh­mer erhal­ten hatte, mit eigener Kraft rangiert werde. Es war vermut­lich seit seiner Frist­ab­lauf in Kiel 1972 das erste Mal, das er wieder mit eigener Kraft fuhr.

Ein Strom­ab­neh­mer wird auf dem 195/249 montiert…
… und ermög­licht eine erste Fahrt mit eigener Kraft seit 1972.
Während des Western­wo­chen­en­des ist in der Südschleife abge­stellt und trifft da auf seinen als Lübe­cker ausge­schil­der­ten Halb­bru­der 241.
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Ein “neuer” Turmwagen für die Museumsstraßenbahn Schönberger Strand

Der VVM hat für seine Muse­ums­stra­ßen­bahn einen Turm­wa­gen vom Nahver­kehr­sa­mu­seum Dort­mund Moos­kamp über­nom­men. Er stammt ursprüng­lich von der Rhein­bahn in Düssel­dorf und wurde in Dort­mund durch ein Fahr­zeug der Dort­mun­der Stra­ßen­bahn ersetzt. Bei der Muse­ums­stra­ßen­bahn Schön­ber­ger Strand hat er wiederum einen Schie­nen-Straßen Unimog mit Hubstei­ger ersetzt, der an das Stra­ßen­bahn­mu­seum Wehmin­gen abge­ge­ben wurde. Die Finan­zie­rung dieses Tausches erfolgte seitens des VVM voll­stän­dig aus zweck­ge­bun­de­nen Spenden.

Am 11.5. war der Wagen erst wenige Tage vor Ort und wurde von Jugend­li­chen des Vereins erst einmal gründ­lich von dem Schmutz des Trans­por­tes gerei­nigt. Daneben rangiert unser Berli­ner TM36 Trieb­wa­gen 3495 gerade unseren Hambur­ger V7B Beiwa­gen 4391 an seinen Stamm­platz in der Einfahrt.

Nach der Inbe­trieb­nahme gab es am glei­chen Tag bereits seinen ersten Einsatz bei der Wartung der für unseren Betrieb so typi­schen Luft­wei­chen.

Unser “neuer” Turm­wa­gen bei seinem ersten Einsatz mit Wartung von Luft­wei­chen bei der Muse­ums­stra­ßen­bahn Schön­ber­ger Strand. Links steht der aus Braun­schweig stam­mende Düwag Trieb­wa­gen 7553 Typ Mann­heim auf einem 1100mm Gleis, ganz links der Gleich­rich­ter­wa­gen, der drin­gend eine Neula­ckie­rung benö­tigt, rechts im Bild der Wagen 13 der Muse­ums­ei­sen­bahn, ein Fahr­zeug der KSchE.

Nach der Arbeit hat der Wagen dann seinen Stell­platz auf dem Regel­spur­gleis unter dem Tram­port einge­nom­men. Zur Scho­nung der Reifen wurde er auf dem Schie­nen­fahr­werk abge­stellt.

Unser “neuer” Turm­wa­gen steht auf dem Schie­nen­fahr­werk abge­stellt unter dem Tram­port. Noch ist er nach seinem vorigen Einsatz­ort beschrif­tet.
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Abendfahrten mit “Oldie” nach Kiel Süd

Nachdem die Winter-Fahrten mit “Oldie” Lok V20 039 (Deutz 1940) nach Kiel Süd großen Zuspruch fanden ermög­lichte die Verschie­bung der Bauar­bei­ten auf dem AKN-Stre­cken­teil zwischen Schön­berg und Kiel weitere Fahrten im zweiten Quartal. Nach einer Kaffee­fahrt am Karfrei­tag-Nach­mit­tag hatten wir jetzt am 1.Mai nach den Plan­fahr­ten des “Dorf­ex­press” zwischen Schön­ber­ger Strand und Schön­berg eine Abend­fahrt mit den Oldie durch die Prob­s­tei nach Kiel-Süd einge­legt. Außer­dem hatte an diesem Tag unser zweiter Oldie die V11 (Deut­sche Werke Kiel 1935) seinen ersten Einsatz­tag auf dem “Dorf­ex­press”.

V11 ist auf ihrer “Jung­fern­fahrt” mit dem Dorf­ex­press in Schön­berg einge­trof­fen…
… und ist abfahr­be­reit zurück zum Muse­ums­bahn­hof Schön­ber­ger Strand.
Bei der zweiten Fahrt wird dann auch die Lok 1 (MAK 1960) nach Schön­berg über­führt…
…und vor die Güter­wa­gen am Schön­ber­ger Lokschup­pen rangiert.

Bei der dritten Fahrt des Dorf­ex­pres­ses wurde dann in Schön­berg von V11 auf V20 039 gewech­selt um Lokleer­fahr­ten zu vermei­den.

V20 039 steht bereit zur Über­nahme des Zuges und V11 rückt in den Schup­pen ein.
Der Nach­wuchs-Zugbe­glei­ter bringt zur Rück­fa­shrt die Schluß­schei­ben des Zuges an das andere Ende des Zuges…
a…und die V20 039 über­nimmt den Zug.

Nach dem letzten Dorf­ex­press beginn dann bald (17:30) die Abend­fahrt nach Kiel Süd, dem ehema­li­gen Klein­bahn­hof, von dem aus die Züge bis 1953 zum Schön­ber­ger Strand fuhren. Danach wurde bis Ende des Regel­be­trie­bes der Kiel-Schön­ber­ger Eisen­bahn im Jahre 1981 Kiel Hbf bedient.

Auf der Abend­fahrt von Schön­ber­ger Strand nach Kiel Süd ist unser Muse­ums­zug abfahr­be­reit in Schön­berg (Holst).

Mit Zwischen­hal­ten in Schön­berg, Prob­stei­er­ha­gen und Schön­kir­chen erreicht der Zug Kiel im bereits moder­ni­sier­ten und werk­tags von Kiel aus ange­fah­re­nen Bahnhof Kiel Oppen­dorf.

Der Muse­ums­zug in Kiel Oppen­dorf. Im Vorder­grund die Baustelle der Mobi­li­täts­sta­tion des Bahn­hofs. Foto: Arne Öller­mann
Der Muse­ums­zug verläßt Kiel Oppen­dorf in Rich­tung Kiel Süd. Foto: Arne Öller­mann

Der letzte Abschnitt in Kiel ermög­licht unge­wohnte Ausbli­cke. Schließ­lich verlas­sen wir die Strecke nach Kiel Hbf und fahren als Rangier­fahrt nach Kiel Süd, dem ehema­li­gen Klein­bahn­hof. Dort gibt es keine Bahn­steige mehr und deshalb ist auch kein Ein- und Ausstieg möglich. Nach Umset­zen der Lok geht es dann auf den Rückweg nach Schön­ber­ger Strand. Ein Foto­graph und ein Filmer erwi­schen dabei unseren Zug auf der neuen Schwen­ti­ne­brü­cke.

Unser Muse­ums­zug auf der neuen Schwen­ti­ne­brü­cke in Kiel. Foto: Arne Öller­mann


Unser Muse­ums­zug über­quert die neue Schwen­ti­ne­brü­cke in Kiel: Video von Chris­tian Bünger
Schließ­lich ist unser Muse­ums­zug in Schön­berg abfahr­be­reit für die letzte Etappe nach Schön­ber­ger Strand.

Diese Betriebs­tage mit Dorf­ex­press Fahrten tags­über und Abend­fahrt mit “Oldie” nach Kiel werden noch am 30. Mai (Himmel­fahrt) und 9. Juni (Pfingst­sonn­tag) wieder­holt. Es ist nach jetzi­gem Stand die letzte Möglich­keit mit einem von einem Oldie gezo­ge­nen Muse­ums­zug die noch vorhan­de­nen “histo­ri­schen” Gleise zwischen Schön­berg und Kiel zu befah­ren.

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Restaurierung der Widerstandsabdeckungen beim Kieler Düwag Triebwagen 241 von 1957: Spendenaufruf!

In diesem Jahr sollen die Wider­stands­ab­de­ckun­gen des Wagens 241 letzten Kieler Stra­ßen­bahn­li­nie 4 (und vorher 1) erneu­ert werden nachdem in den letzten Jahren auf dem Dach Holz­teile und Strom­ab­neh­mer reno­viert wurden. Dazu wollen wir die Teile fach­ge­recht strah­len, schwei­ßen und (pulver-)lackieren lassen. Wir habe schon mehrere Spen­den­zu­sa­gen aber es fehlen noch einige hundert Euro um starten zu können. Über Spenden mit der Bezeich­nung “Wieder­stands­ab­de­ckun­gen 241” würden wir und der Wagen sich freuen: Verein Verkehrs­ama­teure und Muse­ums­bahn e. V., VR Bank Osthol­stein Nord — Plön eGIBAN: DE02213900080007710097BIC: GENODEF1NSH

Wider­stands­ab­de­ckun­gen auf dem 241. Ein Element ist bereits abge­nom­men zur tech­ni­schen Klärung der Aufar­bei­tung.
Obwohl noch viel zu tun ist bis er wieder im Fahr­gast­ver­kehr fahren darf ist er immer wieder ein hingu­cker! Dabei hilft auch, dass er mit eigener Kraft verfahr­bar ist wie hier an seinem 60. Geburts­tag in Jan. 2018.
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Triebwagen T24 mal ohne “Verkleidung”

Unser Trieb­wa­gen T24 von 1925, der älteste erhal­tene zwei­ach­sige Diesel­trieb­wa­gen Deutsch­lands, lange im Einsatz bei der Kaiser­stuhl­bahn, wartet norma­ler­weise gut einge­packt und nicht zugäng­lich auf seine Aufar­bei­tung. Für einen Photo­ter­min wurde er jetzt teil­weise ausge­packt und ermög­lichte diese Photos. Inzwi­schen ist er wieder verpackt.
Mehr über dieses Fahr­zeug findet sich hier: https://www.vvm-museumsbahn.de/?id=vv-C171

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Alle guten Dinge sind drei! Jetzt auch V11 im Einsatz bei den Museumsbahnen Schönberger Strand

Nach der V20 wurde jetzt auch die noch ältere V11 (Deut­sche Werke Kiel, 1935) haupt­un­ter­sucht. Sie hatte ihren ersten Einsatz bei einer bestell­ten Sonder­fahrt am 30.März bei der sie zusam­men mit der V20 eine große Gruppe vom Bahnhof Kiel Oppen­dorf nach Schön­ber­ger Strand abholte.

Das Photo zeigt den Leerzug mit V11 und V20 auf dem Weg nach Oppen­dorf in der Einfahrt in den Bahnhof Schön­kir­chen.
In Schön­kir­chen wurde dann die V11 ans Ende des Zuges gesetzt und es ging im “Päck­chen” nach Oppen­dorf wo es keine Umsetz­mög­lich­keit gibt.

Leerzug in der Einfahrt nach Oppen­dorf. Es führt jetzt die V20 und die V11 ist Schluß­lok. Das Gleis linkts führt zum Ostufer­ha­fen.

Der Sonder­zug hat Oppen­dorf erreicht und wartet auf die Gäste. Im Vorder­grund die derzeit von der Stadt Kiel gebaute Mobi­li­täts­sta­tion mit Bushal­te­stelle und einem Park&Ride Platz für die Fahr­gäste der Regio­nal­bahn Kiel Hbf — Kiel Oppen­dorf (und hoffent­lich auch weiter).
Lok V11 wartet in Oppen­dorf auf Ausfahrt nach Schön­kir­chen. Von dort geht es im Zugmelde- und Zugleit­ver­fah­ren nach Schön­ber­ger Strand.
Schluß­lok ab Oppen­dorf ist die V20. Ab Schön­kir­chen bildet sie dann Vorspann für die V11 bis Schön­ber­ger Strand. (Alle Photos von Arne Öller­mann mit freund­li­cher Geneh­mi­gung)
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Saisonvorbereitungen am monatlichen Arbeitstag bei den Museumsbahnen Schönberger Strand

Seit Jahres­be­ginn treffen sich Muse­ums­bah­ner und inters­sierte Helfer an jedem zweiten Samstag im Monat am Muse­ums­bahn­hof Schön­ber­ger Strand für Arbei­ten an Gleis, Fahr­zeu­gen, Gelände, Gebäu­den eigent­lich an allem was jeweils drin­gend zu tun ist. Am 9. März waren es in erster Linie Vorbe­rei­tun­gen auf die kommende Saison, die bei der Stra­ßen­bahn am 24.März beginnt. Ab diesem Tag gibt es Stra­ßen­bahn­be­trieb bei der Muse­ums­stra­ßen­bahn Schön­ber­ger Strand mindes­tens jeden Mitt­woch und jeden Sonn- und Feier­tag bis Ende Oktober. Bei der Eisen­bahn hat es dieses Jahr erst­mals keine Winter­pause gegeben und so sind auch ständig Vorbe­rei­tun­gen für die bestell­ten und öffent­li­chen Sonder­fahr­ten notwen­dig. Die nächste öffent­li­che Fahrt bis nach Kiel findet am 17. März 11:30 statt.

Nur im Winter ist Zeit den Fahr­zeug­hal­len­bo­den zu “verbes­sern”. In diesem Jahr ist das Stra­ßen­bahn­gleis 7 “dran”. Heute wurde der Gleis­zwi­schen­raum ausge­kof­fert, der Kies gesiebt und auf dem Sand gespen­dete Gehweg­plat­ten verlegt.

Der Kies im Gleis­zwi­schen­raum von Gleis 7 wird händisch ausge­gra­ben, gesiebt und wieder einge­bracht als Unter­lage für neue Gehweg­plat­ten, die ein Nach­wuchs­stra­ßen­bah­ner verlegt
Der Fein­an­teil wird vom groben Kies getrennt und kann wieder verwen­det werden als Unter­lage für die Platten.

Wenn wir dann zu Mehre­ren Hand in Hand arbei­ten geht es schnell voran. Kurz danach sieht dann so aus.

Der moto­ri­sche Rüttler hilft bei der Stabi­li­sie­rung der Platten, ist aller­dings recht laut. Die übrigen Mitstrei­ter schauen mal kurz zu.

Aber es gibt auch andere Baustel­len: Es wurde an einem neuen Zaun um den Recy­cling- und Abfall-Zwischen­la­ge­rungs­be­reich gear­bei­tet:

Ein neuer Eingang für den Recy­cling- und Abfall­be­reich des Museums.

Auch die Fahr­zeuge werden von enga­gier­ten Nach­wuchs­kräf­ten der Stra­ßen­bahn gerei­nigt.

Der typi­sche Latten­fuß­bo­den unserer histo­ri­schen Stra­ßen­bah­nen wird gründ­lich ausge­saugt — hier in unserem Hambur­ger V3 Stra­ßen­bahn­wa­gen 2970 von 1937.

Es wird natür­lich nicht nur einmal im Monat gear­bei­tet, aber beim Arbeits­tag treffen sich viele und es macht großen Spaß in der Gruppe voran­zu­kom­men.
Beispiels­weise treffen sich fast jeden Mitt­woch einige Senio­ren des Vereins und arbei­ten auch an jeweils notwen­di­gen Projek­ten. Auch sind fast jedes Wochen­ende einige Aktiven vor Ort und bringen ihre Projekte weiter.

Gruppen-Arbeits­tage gibt es nicht nur jeden zweiten Samstag ab 10h in unserem Museum am Schön­ber­ger Strand. Am ersten Samstag in jedem Monat gibt es ähnli­ches in unserem Eisen­bahn­mu­seum Aumühle.

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125 Jahre Elektrische Straßenbahn Hamburg am Schönberger Strand

Am 05. März 1894 wurde in Hamburg die erste Stra­ßen­bahn­li­nie von Pferde- auf Elek­tri­schen Betrieb umge­stellt.

An diesem Tag begann der elek­tri­sche Betrieb auf einer Ring­li­nie um die Hambur­ger Innen­stadt vom Glocken­gie­ß­er­wall über – Klos­ter­wall – Doven­fleet – Vorset­zen – Glacis­chaus­see – Gorch-Fock-Wall – Espla­nade – Lombards­brü­cke – Glocken­gie­ß­er­wall. Im Zuge der Lini­en­num­mer­n­ein­füh­rung wurde dies die Linie 26. Die Fahr­zeuge bauten die „Fahr­zeug­werk­stät­ten Falken­ried” in Hamburg-Hohe­luft. Die elek­tri­sche Ausrüs­tung stellte die Union-Elek­tri­ci­täts-Gesell­schaft, die spätere AEG, in Berlin zur Verfü­gung. Den elek­tri­schen Strom lieferte anfangs das 1893 erbaute Kraft­werk der HEW „An der Stadt­was­ser­mühle“.

Letzt­lich verkehrt in Hamburg und Schles­wig-Holstein keine Stra­ßen­bahn mehr im öffent­li­chen Verkehr. Eine Rück­be­sin­nung lässt vermu­ten, dass die dama­li­gen Entschei­dun­gen Fehler waren. Ledig­lich auf der Muse­ums­an­lage am Schön­ber­ger Strand können elek­tri­sche Stra­ßen­bah­nen aus Hamburg und Schles­wig-Holstein teil­weise im aktiven Betrieb erlebt werden.

So wurde am 05. März 2019 mit einem Sonder­be­triebs­tag der Muse­ums­stra­ßen­bahn Schön­ber­ger Strand dieses Jubi­lä­ums gedacht:

Veran­stal­tungs­pla­kat für den Sonder­be­triebs­tag

Star und in gewis­ser Weise Geburts­tags­kind war “unser” Hambur­ger Trieb­wa­gen 656 aus dem Jahre 1894, der beleuch­tet und auf seinem Gleis auch fahrend erlebt werden konnte.

Trieb­wa­gen 656 der Hambur­ger Stra­ßen­bahn Type B (Falken­ried 1894)

Den Fahr­gast­ver­kehr besorg­ten seine Hambur­ger Kolle­gen 2970 Type V3 (Falken­ried 1937) mit Beiwa­gen 1306 Type V2B (Falken­ried 1928) unter­stützt von Wagen aus Berlin und Braun­schweig.

Der Hambur­ger Stra­ßen­bahn­zug aus V3 und V2B auf der Hambur­ger Linie 19 wartet zusam­men mit dem Berti­ner TM36 Wagen 3495 (Nord­deut­sche Waggon­fa­brik Bremen 1927) auf der letzten West-Berli­ner Linie 55 auf dem Bahn­hofs­vor­platz Schön­ber­ger Strand auf Fahr­gäste.

Der Berli­ner TM 36 Wagen 3495 hat einen beson­de­ren Bezug zu Hamburg. Ihm war im März 1974 eine kurze Probe­fahrt auf dem Hambur­ger Stra­ßen­bahn­netz zusam­men mit dem auch am Schön­ber­ger Strand vorhan­de­nen “Bruder” 3487 vergönnt bevor auch er Hamburg verlas­sen mußte.

Dritter im Bunde der Betriebs­wa­gen war der Braun­schwei­ger Trieb­wa­gen “Typ Mann­heim” (Düwag 1975), der die Weiter­ent­wick­lung der Stras­sen­bahn­tech­nik repre­sen­tiert. So einen Wagen oder einen ähnli­chen Wagen hätten wir uns in Hamburg vorstel­len können wenn der Betrieb nicht einge­stellt worden wäre…

Zwei Genera­tio­nen Hambur­ger Wagen stehen sich vor der Fahr­zeug­halle fast gegen­über und ein Braun­schwei­ger Wagen auf der 1100mm Schmal­spur schaut zu.

Der Kieler Wagen 241 (Düwag 1957) mußte pausie­ren, da einige Teile zu Wartungs­zwe­cken ausge­baut waren. Der Hambur­ger Rangier­wa­gen 4 (Esel), (Falken­ried 1929) durfte auch nicht fehlen. Auch der Hanno­ver­sche Stahl­wa­gen 202 (Hawa 1929) durfte gele­gent­lich fahren.

Vorn in der Fahr­zeug­halle sind zusehen von links 202, 4, dahin­ter der Sommer­wa­gen 93, 656 und 241.

Nächs­ter “Jubi­lä­ums­an­lass” ist die Eröff­nung des elek­tri­schen Stra­ßen­bahn­be­trie­bes in Lübeck am 12. Mai 1894. Auch aus dieser Stadt gibt es drei Stra­ßen­bahn­wa­gen im Stra­ßen­bahn­mu­seum.
Beide Termine werden noch ausgie­big gefei­ert am dies­jäh­ri­gen Tag der Stra­ßen­bahn bei der Museums­straßen­bahn am Sa. 6. Juli 2019 von 11h — 17h.

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