



Natürlich gibt es noch mehr Originalteile zu sehen!
| Die Bettung verteilt den Druck, den der Zug auf das Gleis ausübt, auf den Unterbau. Als Bettungsmaterial hat sich gebrochener Schotter (Steinschlag) bestens bewährt. Seltener wird Splitt, Kies oder gar Sand verwendet. Der Schotter ist durch seine Scharfkantigkeit stabil und trotzdem elastisch. Dank der Hohlräume im Schotter wird das Oberflächenwasser rasch in die Entwässerungsanlagen des Unterbaus abgeführt, so dass die Bettung rasch austrocknen kann. |
Krupp entwickelte nach dem ersten Weltkrieg den maschinellen Gleisstopfer, um das Unterstopfen und Verdichten des Schotters unter den Schwellen zu mechanisieren. Die Maschine konnte täglich rund 200 m Gleis stopfen- das war doppelt so viel, wie es eine 20 Mann starke Rotte von Hand schaffte.
Die heutigen Schnellumbaumaschinen sind erheblich schneller. Sie arbeiten sich etwa 180 m pro Stunde vor. Dabei entfernen sie das alte Gleis und ersetzen es gegen ein neues- einschließlich Unterstopfen und Verdichten des Schotters!
Das Stopfen mit der Stopfhacke ist eine körperlich schwere Arbeit. Sie erfordert Geschicklichkeit und Übung, denn es muss trotz des groben Materials eine hohe Genauigkeit erzielt werden. Es wird an beiden Längsseiten der Schwelle gleichzeitig gearbeitet, so dass immer zwei oder vier Gleisbauarbeiter zusammenarbeiten. Beim Stopfen arbeiten sie sich von den beiden Enden der Schwelle, den Schwellenköpfen, zur Mitte vor.